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Stadt Annaburg

"Annaburg ist: ...  faszinierende Geschichte,
lebendige Gegenwart, ein Ort der Zukunft ...!"

Museen

Museen im Ortskern Annaburg

 

Die Stadt Annaburg als Mitglied des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt und der Verein für Heimatgeschichte und Denkmalpflege Annaburg e.V. unterhalten und betreiben im historischen Ortskern Annaburg zwei Museen.

Interessierte und Gäste unserer Stadt haben hier die Möglichkeit, sich über die reichhaltige Geschichte des Ortes zu informieren.

 

Öffnungszeiten Museen Annaburg

 Winterzeiten: 01. November – 31. März

Montag: geschlossen
Dienstag: 10-12.00 Uhr
Mittwoch: 10-16.00 Uhr
Donnerstag: 10-16.00 Uhr
Freitag: 10-14.00 Uhr
Samstag/Sonntag: 13-16.00 Uhr

 

Sommerzeiten: 01. April- 31. Oktober

Montag: geschlossen
Dienstag: 10-12.00 Uhr
Mittwoch: 11-17.00 Uhr
Donnerstag: 11-17.00 Uhr
Freitag: 11-15.00 Uhr
Samstag/Sonntag: 13-17.00 Uhr

Nähere Auskünfte erhalten Sie über die Stadtbibliothek Annaburg (Tel.: 035385/315191, 0162/6232487 oder unter 035385/7020)

 

Museum im Renaissanceschloss Annaburg (Hinterschloss):

Die Ausstellung informiert auf einer Fläche von etwa 70 m ² über die Bau-und Nutzungsgeschichte der Schlösser Lochau und Annaburg, sowie über die sächsischen Kurfürsten Friedrich der III. (der Weise), Kurfürst August und Kurfürstin Anna von Sachsen.

Im Hinterschloss-Museum empfiehlt sich eine telefonische Anmeldung unter: 0162/6232487

 

Museum im Amtshaus :

Das Museum im Amtshaus zeigt auf einer Fläche von rund 250 m² vorrangig Exponate zur Stadtgeschichte. Darunter als ständige Ausstellung:

 

  • Geschichte des Militär-Knaben Erziehungsinstitutes und der Unteroffiziervorschule;
  • zum Lager für indische Kriegsgefangene und zur Bildung der Legion Freies Indien (Azad Hind);
  • Exponate zur Stadtgeschichte, darunter eine historische Schulklasse um 1900.
Klassenzimmer

Gegenwärtig sind folgende Sonderausstellungen zu besichtigen:

Ausstellung “Auf den Spuren der Reformation in Annaburg”

Sonderausstellung im Amtshaus Annaburg „Auf den Spuren der Reformation“

Seit dem 1. April 2017 ist im Annaburger Amtshaus am Markt die neue Ausstellung „Auf den Spuren der Reformation in Annaburg“ geöffnet. Die Exposition dokumentiert an Hand von Tafeln und bisher nicht gezeigten Exponaten die Verbindung zwischen Lochau-Luther-Friedrich den Weisen und Michael Stifel. Über eine Multimediadokumentation bekommen Sie einen Eindruck von Lochau zur Zeit Martin Luthers.

Beim Dorf Lochau, dem heutigen Annaburg, ließ der aus dem Adelsgeschlecht der Wettiner stammende Kurfürst Friedrich der III. (1463 Torgau – 1525 Lochau) im Jahre 1465 ein massives Jagdschloss errichten. An gleicher Stelle befanden sich bereits hölzerne Jagdhäuser der askanischen Fürsten. Das Jagdschloss Lochau am Rande der großen, gleichnamigen Heide wurde für den jagdliebenden Friedrich zum Lieblingssitz. Das Ernestinische Gesamtarchiv Weimar verzeichnet häufige Aufenthalte mit großem Hofstaat in Lochau.
Der Kurfürst verbrachte auch die Monate Dezember 1524 bis Mai 1525 in Lochau und ließ kurz vor seinem Tod am 5. Mai 1525 nach Luther schicken, der sich wegen der Bauernunruhen im Mansfeldischen aufhielt. Noch auf seinem Sterbebett ließ sich Friedrich durch den Hofprediger Spalatin das Abendmahl auf protestantische Art reichen. Als besonnener, vorsichtiger Kurfürst hatte es Friedrich zu Lebzeiten vermieden, mit dem Reformator zusammenzutreffen. Trotzdem hatte er Zeit seines Lebens seine schützende Hand über ihn gehalten. Weniger weil er den Reformideen Luthers zugeneigt war, vielmehr ging es Friedrich um die Wahrung einer gewissen Selbständigkeit gegenüber Rom.

Von dem kleinen Ort Lochau im sächsischen Kurkreis Wittenberg gingen zur Zeit der Reformation bedeutende Impulse aus. Bereits im Jahre 1516 empfahl Luther seinem Freund, dem kurfürstlichen Hofprediger und Ratgeber Georg Spalatin, in Lochau den geeigneten Magister Günther aus Nordhausen zu verwenden. Günther nahm unmittelbar an den ersten Auseinandersetzungen der Reformation teil und verteidigte unter anderem 2 der 97 Thesen aus einer gedruckten Disputation gegen die scholastische Theologie öffentlich an der Wittenberger Universität. Der Wortführer Günther wurde durch Luther als bekenntnisfreudiger „Bischof von Lochau“ genannt.

Nach dem Tod Günthers empfahl Luther dem Kurfürsten, den Magister Michael Stifel aus Esslingen für die Pfarrstelle Lochau einzusetzen.

Luther predigte mehrfach in Lochau. Vielfache Aufenthalte zur Kirschernte, so in familiärer Runde bei seinem Freund Stifel, sind nachweisbar.

Stifel